Technik

Sinnvoll und vielseitig: Gasdruckfedern in Fahrzeugen

Dienstag, 9-9-2014  

Wenden wir uns einmal einem hoch spannenden Kapitel in der modernen Fahrzeugtechnologie zu. Seit über hundert Jahren werden in Europa Autos gebaut, ebenso Flugzeuge – wenn auch vielleicht nicht seit ganz so langer Zeit. Viele moderne technische Geräte sind ohne Gasdruckfedern nicht denkbar. Nehmen wir z.B. ein Auto, egal von welchem Hersteller gebaut. Es kann ein kleiner Flitzer sein, eine behäbige Familienkutsche oder ein schicker Mittelklassewagen in silbergrauer Lackierung – darauf kommt es überhaupt nicht an. Wer eine Autoklappe öffnen möchte, zum Beispiel, weil er einen schweren Koffer in den Kofferraum hinein wuchten will, kann entweder Muskelkraft einsetzen – oder aber er braucht dazu richtig gute Gasdruckfedern. Nicht die Fahrertür oder die Beifahrertür ist bei diesem Vorgang gemeint, auch nicht eine Schiebetür, wie es sie in Kleinbussen oder Lieferwagen gibt, sondern die Hecktür eines ganz normalen PKWs. Als universell einsetzbare Hebehilfe sind Gasdruckfedern nicht nur hier, sondern sozusagen überall zu finden. Man kann im industriellen Zeitalter ohne sie nicht mehr auskommen. Heutige Technik ohne diese klugen Hebe-Helfer ist schlicht nicht vorstellbar. Kaum zu glauben, dass man in früheren Zeiten ohne Gasdruckfedern leben konnte. Ihre Bauweise ist schlicht, es war einst ein kluges Genie, das diese feinen Helfer erfunden hat; ein Ingenieur, der wusste, wozu man einen Zylinder brauchen kann und dazu einen Kolben, der sich im Zylinder hin und her bewegt. Hin und her, her und hin, dabei war die Natur Vorbild, wie in so vielen Dingen, denen wir dank unseres technischen Fortschritts im Alltag begegnen. Denken wir an Hebeklappen in Flugzeugen oder an Gepäcktüren in Fahrzeugen, all diese Gerätschaften sind heute immer mit Gasdruckfedern ausgestattet, denn diese sind das i-Tüpfelchen in der Ingenieurskunst unserer Gegenwart. Man stelle sich nur einmal vor, welche Gewichte wir armen schwachen Menschen stemmen müssten, wären die Auto- Heckklappen damit nicht ausgestattet. Wir würden alle doppelt so viele Muskeln brauchen, um jene schweren Türen zu heben. Daher merke man sich einfach: Mit dieser überaus sinnvollen Erfindung, den Gasdruckfedern, lässt sich alles öffnen, was vorher fest verschlossen war und was schwer zu heben ist. Oder könnten Sie sich etwa vorstellen, wie es wäre, mit der bloßen Kraft der Arme die Gepäckklappe eines Flugzeugs anzuheben, damit sie sich öffnet? Nein, das will heute niemand mehr. Für solche Aufgaben sind unsere mannigfachen technischen Vorrichtungen zuständig.

Das ideale Gas für Gasdruckfedern

Sehen wir uns dies kleine Wunderwerk der Technik nun einmal genauer an. Wie bereits erwähnt, hat bei unserer schlauen Erfindung die Natur Pate gestanden. Es handelt sich um Zylinder plus Kolben. der Kolben hat eine kleine Öffnung, durch die das benötigte Gas hindurch strömen kann. Das Ganze geschieht mit Druck, wie der Name schon sagt, denn Gasdruckfedern sind, wie der Name auch hier wieder sagt, mit einem Gas gefüllte Federn. Wie das Gas genau in die Feder hineinkommt, kann ich leider nicht erklären, dazu reicht an dieser Stelle der Platz nicht aus, aber eines dürfte klar sein: Bei dem hierzu verwendeten Gas handelt es sich in aller Regel um Stickstoff, denn Stickstoff hat sich in der Gasfederindustrie am besten bewährt. Schwefelgas z.B. wäre eine denkbar schlechte Lösung zum Befüllen von Gasdruckfedern, denn es wäre schlichtweg ungeeignet. Es würde nicht so viel Druck aushalten wie Stickstoff. Außerdem riecht es nicht wirklich gut, man könnte auch sagen, es stinkt gewaltig, und welcher Benutzer einer Heckklappe möchte schon, dass ihm schlechte Gerüche entgegenschlagen, wenn er nichts ahnend und mit guten Absichten die Hecktür seines Wagens öffnet und die Gasdruckfedern sich laut seufzend aus ihrer Halterung ausfahren? Wer hat nicht schon mit einer inneren Freude und Erleichterung auf dieses Geräusch reagiert, überaus froh darüber, dass er nicht selber heben muss? Nein, da ist Stickstoff einfach besser geeignet, ausfahren hin, einfahren her, der gute alte Stickstoff ist das Gas, das keine Wünsche offen lässt. Ja, so ist das: Mit Gasdruckfedern lassen sich alle Arten von schweren Klappen leicht öffnen und schließen. Mithin ist dies auch den mit deutlich weniger Muskeln bestückten Damen möglich. Um es mit wenigen Worten zu sagen: Mit Stickstoff gefüllte Gasdruckfedern sind überaus nützliche Begleiter in der Ausstattung von Fahrzeugen. Aber, und das ist die große Überraschung, sie finden auch in anderen Bereichen von Industrie und Alltag ihre Anwendung. Hauptsache ist dabei immer, dass bei der Herstellung nicht das falsche Gas verwendet wurde, das Motto lautet also immer. wenn das Bauteil nicht stinkt, dann stimmt alles.

Nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken

Obwohl sie auch im Werkzeugbau Verwendung finden, wo sie geradezu großartige Leistungen vollbringen, sind Vorrichtungen, die mit Hilfe von Gasdruckfedern funktionieren, vor allem im alltäglichen Leben der Menschen zu finden. Die Hecktüren von Kleinwagen und dergleichen haben wir bereits ausführlich erwähnt. Man könnte an dieser Stelle auch die Motorhaube nennen als eine Klappe bei der der Einbau solcher Federn, sagen wir, durchaus universell ist. Wer eine Motorhaube anhebt, um einmal den Ölstand zu checken oder die Batterie zu überprüfen, vielleicht auch, um die Zündung wieder zum korrekten Funktionieren zu bringen, der weiß, wovon wir hier sprechen. In Motorhauben sind Hebevorrichtungen mit Gasdruckfedern ein glasklares Muss. Nur in uralten gebrauchten Kleinstwagen wie z.B. der sogenannten Ente oder dem R4 sind noch diese Metallstangen beigelegt, mit deren Hilfe man die Haube hoch stemmen und oben halten konnte.

Heute haben wir die wunderbar hilfreichen Gasdruckfedern, die uns Menschen so viel Arbeit abnehmen. Sie sind wirklich, man muss es so sagen, das A und O der Ingenieurskunst in der modernen Welt. Ohne sie würden Heckklappen und dergleichen buchstäblich zusammenbrechen. Besuchen Sie bitte auch die Website : www.t-technics.de


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